Notfallinformationen für die Pflege bereitlegen
Fachliche Orientierung: BBK: Wichtige Dokumente sichern. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Nur wirklich benötigte Angaben bündeln
Notieren Sie erreichbare Kontaktpersonen, wichtige behandelnde Stellen, die aktuelle Medikamentenübersicht und Hinweise auf relevante vorhandene Unterlagen. Klären Sie mit der betroffenen Person, wer im Ernstfall informiert werden darf. Angaben zu Allergien oder medizinischen Besonderheiten sollten mit dem Behandlungsteam abgestimmt und korrekt sein.
Einen bekannten Aufbewahrungsort vereinbaren
Die Übersicht muss für berechtigte Helfende erreichbar sein, ohne persönliche Gesundheitsinformationen für Besucher offen auszulegen. Informieren Sie Vertretungen, wo sie liegt. Bei Dokumenten wie einer Patientenverfügung ist es wichtig, dass die gültige Fassung auffindbar ist; eine selbst formulierte Kurznotiz kann sie nicht ersetzen.
Bei Änderungen aktualisieren
- Telefonnummern und Erreichbarkeit prüfen.
- Den gültigen Medikationsplan zuordnen.
- Überholte Fassungen aus der schnellen Anwendung nehmen.
- Vertretungs- und Vorsorgedokumente eindeutig kennzeichnen.
- Den Aufbewahrungsort allen berechtigten Helfenden mitteilen.
Im Notfall zuerst Hilfe organisieren
Bei akuter Lebensgefahr rufen Sie 112. Warten Sie nicht mit dem Anruf, bis Unterlagen vollständig zusammengesucht sind. Der allgemeine Pflegeordner enthält zusätzliche Verwaltungsunterlagen; diese Seite betrifft die schnell benötigte Kurzfassung. Mehr zu rechtlicher Vorsorge lesen Sie unter Patientenverfügung.
