Stromausfall bei häuslicher Pflege: Einen praktischen Plan vorbereiten

Kontakte, Medikamente und stromabhängige Hilfsmittel: Was Sie bei der Pflege zuhause für einen möglichen Stromausfall vorbereiten können.

Redaktion: VivaBox · Organisation & Entlastung

Bei der Pflege zuhause lohnt sich ein Blick auf die Dinge, die täglich Strom brauchen. Ein schriftlicher Plan hilft, die Versorgung gemeinsam vorzubereiten. Er ist keine Vorhersage eines Stromausfalls, sondern eine praktische Ergänzung zum Pflegeordner.

Welche Aufgaben hängen am Strom?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschreibt, dass neben Licht und Haushaltsgeräten auch Heizung, Wasserversorgung und Kommunikation beeinträchtigt sein können. Es empfiehlt unter anderem geladene Akkus und ein Batterie- oder Kurbelradio, um behördliche Informationen empfangen zu können.

Gehen Sie Ihren Tagesablauf einmal durch: Welche Tätigkeiten wären ohne Steckdose schwierig? Schreiben Sie Geräte und Hilfsmittel mit ihrer Bezeichnung auf. Legen Sie Taschenlampe, Kontaktnummern und Papiernotizen an einen gut erreichbaren Ort. Vereinbaren Sie, wer nach der betreuten Person schaut, falls das Telefon nicht funktioniert.

Bei medizinischen Geräten den Fachbetrieb einbeziehen

Wenn Beatmung, Sauerstoffversorgung oder andere notwendige Geräte im Einsatz sind, braucht es einen individuellen Plan mit dem behandelnden Team und dem versorgenden Fachbetrieb. Fragen Sie konkret: Welche Stromversorgung ist für dieses Gerät zulässig? Wie lange hält ein vorhandener Akku laut Geräteangaben? Wen müssen wir bei einer Unterbrechung erreichen und welche Versorgung ist dann vorgesehen?

Notieren Sie die vereinbarten Schritte. Verlassen Sie sich nicht auf eine allgemeine Akkudauer aus dem Internet oder selbst zusammengestellte Stromlösungen. Bei einer akuten lebensbedrohlichen Situation gilt der Notruf 112.

Medikamente und alltägliche Vorräte ordnen

Das BBK rät, die Hausapotheke am persönlichen Bedarf auszurichten und wichtige Bestände rechtzeitig aufzufüllen. Besprechen Sie Lagerbedingungen, insbesondere bei kühlpflichtigen Arzneimitteln, mit der Apotheke. Ändern Sie Einnahme oder Dosierung nicht wegen eines Stromausfalls eigenständig.

Nutzen Sie für die Pflegeorganisation eine kleine Übersicht:

  • laufende Versorgung und verantwortliche Kontakte;
  • vereinbarte Schritte für stromabhängige Geräte;
  • Medikamentenplan und Hinweise zur Aufbewahrung;
  • vorhandene Pflegeprodukte und nächste reguläre Bestellung.

Der Pflegeordner kann diese Unterlagen aufnehmen. In unserer Produktübersicht finden Sie Informationen zu Verbrauchspflegehilfsmitteln. Eine Pflegebox ist keine Notstromversorgung; bei Fragen zu technischen Geräten ist Ihr Fachbetrieb zuständig.

Prüfen Sie den Plan erneut, wenn sich Geräte, Medikamente oder betreuende Personen ändern. Die wichtigste Vorbereitung ist, dass alle Beteiligten denselben Ablauf kennen.

Häufige Fragen

Reicht eine normale Powerbank für medizinische Geräte?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Lassen Sie die für das konkrete Gerät zulässige Ersatzversorgung vom versorgenden Fachbetrieb und dem behandelnden Team klären.
Was gehört in einen Plan für die Pflege zuhause?
Notieren Sie verantwortliche Kontakte, stromabhängige Geräte, vereinbarte Ersatzversorgung sowie Medikamenten- und Lagerhinweise. Bewahren Sie eine Papierfassung erreichbar auf.

Bereit für Ihre kostenlose Pflegebox?

Der Antrag dauert nur ein paar Minuten. Den Rest klären wir mit Ihrer Pflegekasse.