Höheren Pflegegrad beantragen: Vorbereitung
Fachliche Orientierung: Medizinischer Dienst: Pflegebegutachtung und Höherstufung. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Tatsächliche Veränderungen beschreiben
Welche Tätigkeiten gelingen nicht mehr wie zuvor? Welche Hilfe ist neu oder häufiger nötig? Notieren Sie konkrete Beispiele aus dem Alltag und vergleichen Sie sie mit der Situation bei der letzten Begutachtung. Maßgeblich sind Selbstständigkeit und Fähigkeiten in den vorgesehenen Bereichen, nicht nur eine Summe von Pflegeminuten.
Unterlagen und Begleitung abstimmen
Bitten Sie um Informationen zum Antragsweg und bereiten Sie aktuelle relevante Unterlagen für den vereinbarten Begutachtungstermin vor. Eine vertraute Person kann helfen, den Alltag realistisch zu schildern. Übertreiben oder Einüben einer künstlichen Situation ist keine gute Vorbereitung. Die Pflegekasse entscheidet auf Grundlage des vorgesehenen Verfahrens.
Für den Termin notieren
- Veränderungen seit der letzten Einschätzung.
- Neu benötigte Hilfe am Tag und in der Nacht.
- Relevante aktuelle Unterlagen und vorhandene Hilfsmittel.
- Fragen zur weiteren Versorgung.
- Wer beim Termin unterstützen kann und darf.
Höherstufung und Widerspruch unterscheiden
Eine nachträgliche Verschlechterung ist etwas anderes als die Frage, ob ein aktueller Bescheid schon bei Erlass zutreffend war. Für Letzteres lesen Sie Pflegegrad-Widerspruch; zur praktischen Darstellung des Alltags Begutachtung vorbereiten. Ein neuer Antrag garantiert keine Höherstufung.
