Häusliche Krankenpflege: den Weg klären
Fachliche Orientierung: BMG: Häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Medizinischen Bedarf mit der Praxis besprechen
Wenn etwa Medikamente nicht sicher selbst angewendet werden können oder eine andere Behandlungspflege erforderlich ist, sprechen Sie die behandelnde Praxis an. Eine ärztliche Verordnung und die Abstimmung mit Krankenkasse und ausführendem Dienst sind wichtige Schritte. Angehörige müssen medizinische Tätigkeiten nicht ohne geeignete Anleitung selbst improvisieren.
Zuständigkeiten schriftlich ordnen
Klären Sie, welche Hilfe verordnet wurde, wer sie ausführt und wann die Versorgung beginnt. Fragen Sie nach dem weiteren Vorgehen, wenn eine Genehmigung oder ein Termin noch fehlt. Ein bereits bestehender Pflegegrad beantwortet diese Fragen nicht automatisch. Auch nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus muss die Anschlussversorgung konkret abgestimmt sein.
Ihre Gesprächsliste
- Welche Tätigkeit ist medizinisch notwendig?
- Welche Verordnung und Genehmigung sind erforderlich?
- Welcher Dienst kann die Leistung tatsächlich übernehmen?
- Wie ist eine notwendige Überbrückung vorgesehen?
- Wer ist bei Änderung des Behandlungsplans erreichbar?
Nicht mit anderen Hilfen verwechseln
Haushaltshilfe, Grundpflege und medizinische Behandlungspflege haben unterschiedliche Voraussetzungen und Versorgungswege. Lassen Sie diese im persönlichen Gespräch auseinanderhalten. Ergänzend lesen Sie Nach der Krankenhausentlassung und Medikationsplan organisieren. Die Verbrauchsprodukte einer Pflegebox ersetzen keine fachgerechte Behandlungspflege.
