Schlafprobleme im Pflegealltag besprechen
Fachliche Orientierung: ZQP: Schlaf und Pflege. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Den Verlauf beschreiben
Notieren Sie für einige Tage, wann Schlaf gelingt, wann Unterbrechungen auftreten und welche Hilfe dann gebraucht wird. Fragen Sie nach Schmerzen, Toilettenbedarf oder störendem Licht und Lärm. Eine einzelne schlechte Nacht ist etwas anderes als eine anhaltende Veränderung mit deutlicher Erschöpfung am Tag.
Entlastende Routinen abstimmen
Vertraute Abläufe am Abend und eine angenehme Schlafumgebung können hilfreich sein. Welche Bewegung und Tagesstruktur passen, hängt von der Person ab. Besprechen Sie Medikamente und neue nächtliche Beschwerden mit der Praxis. Eigenständiges Absetzen, zusätzliche Schlafmittel oder beruhigende Mittel aus dem Internet sind keine sichere Standardlösung.
Für die Nacht planen
- Welche Unterstützung wird tatsächlich benötigt?
- Wie kann die Person sicher Hilfe rufen?
- Wer übernimmt Vertretung, wenn Angehörige erschöpft sind?
- Welche vereinbarten Maßnahmen gelten bei Unruhe?
- Wann wird die Situation erneut gemeinsam beurteilt?
Plötzliche Veränderungen unterscheiden
Neu aufgetretene Verwirrtheit oder starke Bewusstseinsveränderungen sind nicht einfach gewöhnliche Schlafprobleme. Lassen Sie solche Situationen zeitnah medizinisch einschätzen. Mehr dazu unter Delir. Für Angehörige kann auch eine verlässliche Vertretungsplanung helfen, eigene Erholungszeiten zu schützen.
