Plötzliche Verwirrtheit: Delir ernst nehmen
Fachliche Orientierung: ZQP: Delir und Delir-Prävention. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Den Beginn und die Veränderung beschreiben
Überlegen Sie, wann die Person zuletzt so war wie gewohnt. Was ist neu: Aufmerksamkeit, Orientierung, Verhalten oder Wachheit? Notieren Sie außerdem kürzlich geänderte Medikamente, Erkrankungen oder einen Krankenhausaufenthalt. Solche Angaben können dem medizinischen Team helfen, ohne die Abklärung zu verzögern.
Ruhig begleiten und Hilfe holen
Bleiben Sie möglichst bei der Person und vermitteln Sie Sicherheit. Vermeiden Sie zusätzliche Reize und Streit über falsche Wahrnehmungen. Prüfen Sie, ob vertraute Hör- oder Sehhilfen verfügbar sind. Beruhigungsmittel oder Änderungen der Medikation gehören nicht in einen eigenständigen Versuch zuhause.
Bei der Kontaktaufnahme nennen
- Seit wann die Veränderung besteht.
- Wie sich der Zustand vom üblichen Verhalten unterscheidet.
- Welche Begleitbeschwerden bekannt sind.
- Welche Medikamente und Erkrankungen vorliegen.
- Ob die Person sicher betreut werden kann.
Nicht bis zum nächsten Routinetermin abwarten
Ein Verdacht auf eine akute Verwirrtheit braucht zeitnahe medizinische Abklärung. Bei Bewusstseinsstörung, akuter Atemnot oder anderen Notfallzeichen rufen Sie 112. Dieser Artikel ist keine Diagnosehilfe zum Ausschluss eines Notfalls. Für eine spätere sichere Übergabe helfen Notfallinformationen und der Medikationsplan.
