Trinkplan: Flüssigkeit im Alltag im Blick
Fachliche Orientierung: ZQP: Essen und Trinken. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.
Einen nutzbaren Plan erstellen
Halten Sie zunächst fest, welche Getränke bevorzugt werden und wann Trinken gut gelingt. Planen Sie erreichbare Angebote zu vertrauten Situationen ein, etwa zu Mahlzeiten oder einer Gesprächspause. Das Gefäß muss sicher handhabbar sein. Fragen Sie nach, ob ein spezieller Becher geeignet ist; nicht jedes Hilfsmittel passt zu Schluckproblemen.
Einfach dokumentieren
Eine Tabelle mit Uhrzeit, angebotenem Getränk, tatsächlich getrunkener Menge und Besonderheiten reicht oft. Unterscheiden Sie klar zwischen angeboten und getrunken. Stimmen Sie ab, wer Einträge macht und wann die Übersicht mit dem Pflegeteam besprochen wird. Der Plan soll Unterstützung ermöglichen und nicht zum Druckmittel werden.
Fragen zur Abstimmung
- Welche individuelle Zielmenge ist vereinbart?
- Gibt es eine ärztliche Begrenzung oder andere Vorgaben?
- Ist der Trinkvorgang sicher oder muss Schlucken abgeklärt werden?
- Welche Getränke und Gefäße werden gut angenommen?
- Wer hilft in Zeiten, in denen die Person allein ist?
Bei Veränderungen fachlichen Rat holen
Plötzliche Schwäche, ausgeprägte Verwirrtheit oder eine deutliche Verschlechterung brauchen zeitnahe medizinische Einschätzung; bei einem akuten Notfall gilt 112. Verordnungen nicht eigenständig ändern. Ergänzend lesen Sie Schluckprobleme und Hitze bei Pflegebedarf. Die Pflegebox ist keine Ernährungs- oder Flüssigkeitstherapie.
