Scham in der Pflege respektvoll begegnen

Fachliche Orientierung: ZQP: Scham in der Pflege. Die folgenden Fragen und Checklisten helfen bei der Vorbereitung im Alltag.

Vorlieben offen, aber behutsam erfragen

Klären Sie, welche Hilfe erwünscht ist, wer sie leisten soll und welche Worte angenehm sind. Kündigen Sie Handgriffe an und fragen Sie vor Berührungen nach Zustimmung. Tür schließen, Sichtschutz herstellen und nur den benötigten Körperbereich aufdecken sind einfache Formen von Rücksicht.

Selbstständigkeit zulassen

Lassen Sie ausreichend Zeit für eigene Handgriffe. Ein langsamer selbst ausgeführter Schritt kann wichtiger sein als eine schnellere vollständige Übernahme. Vereinbaren Sie ein Zeichen für Pausen. Wenn eine bestimmte Pflegeperson als unangenehm erlebt wird, suchen Sie gemeinsam nach einer geeigneten Alternative, ohne das Gefühl kleinzureden.

Für die Unterstützung vereinbaren

  • Wer darf bei welchen Tätigkeiten helfen?
  • Welche Schritte kann die Person selbst übernehmen?
  • Welche Kleidung oder Abdeckung schafft Sicherheit?
  • Wie kann sie eine Unterbrechung wünschen?
  • Wann wird professionelle Unterstützung hinzugezogen?

Nicht jede Ablehnung als Scham deuten

Schmerzen, Angst oder fehlendes Verständnis können ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn notwendige Versorgung wiederholt nicht gelingt, sollte der Ablauf fachlich besprochen werden. Ergänzend helfen Intimpflege und Wenn Pflege abgelehnt wird. Würde und Einwilligung sind auch bei regelmäßig wiederkehrenden Routinen wichtig.

Quellen und Aktualität

Zuletzt überarbeitet:

Bereit für Ihre kostenlose Pflegebox?

Der Antrag dauert nur ein paar Minuten. Den Rest klären wir mit Ihrer Pflegekasse.