Die Wohnung anpassen: Erst den Alltag anschauen

Von VivaBox · Pflege zuhause

Eine Wohnung kann vertraut sein und trotzdem an manchen Stellen den Pflegealltag erschweren. Bevor Sie Produkte bestellen oder einen Umbau beauftragen, gehen Sie gemeinsam durch, wo konkret Schwierigkeiten entstehen.

Den tatsächlichen Weg betrachten

Beginnen Sie beispielsweise mit dem Weg vom Bett zur Toilette. Wo ist es eng? Wo fehlt Licht? Sind wichtige Gegenstände erreichbar? Welche Schwierigkeiten lassen sich bereits durch eine andere Anordnung beheben?

Notieren Sie Beobachtungen statt vorschnell Lösungen festzulegen. „Der Rollator passt nicht neben dem Tisch vorbei“ ist für eine Beratung hilfreicher als die allgemeine Aussage, alles müsse barrierefrei werden. Veränderungen sollten mit der betroffenen Person abgestimmt werden.

Beratung vor größeren Veränderungen

Eine Wohnberatung kann helfen, geeignete Maßnahmen auszuwählen. Nicht jeder Griff, Sitz oder Umbau passt zur jeweiligen Beweglichkeit. Bei Mietwohnungen sind gegebenenfalls Absprachen mit der vermietenden Person nötig. Halten Sie fest, welche Zustimmung benötigt wird und wer sie einholt.

Zuschuss und Auftrag trennen

Für Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 sind unter Voraussetzungen Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme möglich. Mehrere zusammengehörige Umbauten sind nicht automatisch mehrere einzeln förderfähige Maßnahmen. Die Informationen von gesund.bund.de erläutern die Möglichkeiten.

Holen Sie Angebote ein und klären Sie die Kostenübernahme vor der Beauftragung mit der Pflegekasse. Ein Kostenvoranschlag allein ist noch keine Bewilligung.

Nach der Veränderung prüfen

Funktioniert der neue Ablauf wirklich? Sind Wege frei geblieben und Gegenstände erreichbar? Vereinbaren Sie eine kurze gemeinsame Durchsicht, sobald die Anpassung genutzt wird. Weitere Anregungen für sichere Wege finden Sie im Beitrag Stürzen zuhause vorbeugen.

Quellen und Aktualität

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